Ende des Geschäftsmodells der ausserschulischen Bildungsangebote in China
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Ende des Geschäftsmodells der ausserschulischen Bildungsangebote in China

Flash boursier vom 02.08.2021

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging Markets
Letzter Stand0.911.0712'116.824'089.3015'544.396'612.767'032.304'395.2614'672.6827'283.591'277.80
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%YTD2.34%-0.64%13.20%15.11%13.31%19.12%8.85%17.02%13.85%-0.59%-1.04%

(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

Die vergangene Woche war durch die Interventionen der chinesischen Regierung im privaten Bildungssektor geprägt. Diese folgen auf eine Reihe von regulatorischen Massnahmen, die zuvor den Technologie-, Immobilien- und Fahrdienstsektor getroffen hatten. Die Anleger reagierten mit Panik auf diese massiven Interventionen, was einen Einbruch der chinesischen Indizes von nahezu 10% in der Woche zur Folge hatte; betroffen waren sowohl Festlandchina als auch der Börsenplatz Hongkong. Die Befürchtungen stehen ganz offensichtlich in Zusammenhang mit der Frage «Who’s next?». Der chinesische Aktienmarkt verzeichnet im laufenden Jahr ein Minus von 10% und eine Einbusse von 30% seit dem Mitte Februar verzeichneten Höchststand.

Peking hatte den äusserst lukrativen Markt des Nachhilfeunterrichts mit seinen Auswüchsen seit mehreren Monaten im Visier. Im Fokus dieses Markts stehen die Eltern, die ihrem Kind (mit privatem Nachhilfeunterricht) die bestmöglichen Chancen in der Schuldbildung ermöglichen wollen, damit es auf dem äusserst harten chinesischen Arbeitsmarkt Fuss fassen kann. Die Werbekampagnen der in diesem Segment tätigen Gesellschaften wurden immer aggressiver und weckten Schuldgefühle bei den Eltern, die sich dazu veranlasst sahen, immer mehr für den schulischen Erfolg ihres Kindes auszugeben. Die Gesellschaften scheffelten missbräuchlich Unmengen von Geld und generierten soziale Ungleichheiten, aber sie machten vor allem die Bemühungen um eine wieder wachsende Bevölkerung des Landes zunichte. Nachdem China während Jahrzehnten eine Ein-Kind-Politik verfolgt hatte, sieht sich das Land heute gezwungen, das Bevölkerungswachstum wieder zu erhöhen, um der Überalterung der Gesellschaft entgegen zu wirken. Die Regierung versucht daher, Anreize für die Eltern zu schaffen, damit diese mehr als nur ein Kind haben, da eine zu geringe Geburtenrate das wirtschaftliche Wachstumsziel in Frage stellen könnte. Die Tatsache, dass die Eltern dazu angehalten werden, mehr Geld in die Erziehung ihres Kindes zu stecken, fördert jedoch nicht ihren Wunsch nach mehr Kindern. Bereits 2018 war der private Bildungssektor nahezu 260 Milliarden Dollar schwer. Die in der vergangenen Woche von der Regierung angekündigten Massnahmen sind ebenso massiv wie die Herausforderungen, die dahinter stehen: Verbot für die Unternehmen, Gewinne zu erwirtschaften, Kapital aufzunehmen und an die Börse zu gehen. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger als das Ende eines Geschäftsmodells. Es scheint in der Tat offensichtlich, dass sich die chinesische Wirtschaft nicht entwickeln kann, wenn sie den langfristigen Zielen der Regierung zuwider läuft ... dennoch, der Sturm scheint vorüber zu sein.

In den USA stehen die Inflationszahlen im Fokus, die im 2. Quartal mit annualisierten 6,4% über den Erwartungen lagen. Im Weiteren hat sich der Tonfall sowohl bei der US-Notenbank Fed als auch beim IWF leicht geändert. Beide Akteure sind sich nunmehr darüber einig, dass die Inflation ein weniger ausgeprägter und nachhaltiger als bisher erwartet ausfallen könnte. Am Anleihenmarkt scheinen jedoch diesbezüglich keine Befürchtungen aufgekommen zu sein. Die Renditen für 10-jährige US-Staatsanleihen haben sich seit Ende März um 0,50% unter die Marke von 1,25% zurückgebildet.

 

Attraktiv bewerteter Gesundheitssektor

Im Gegensatz zum Gesamtmarkt, wo immer wieder neue Höchststände erzielt werden, wird der Gesundheitssektor mit einem äussert attraktiven Abschlag gehandelt. Bei den Pharmaunternehmen handelt es sich vielfach um Gesellschaften von hoher Qualität mit sehr gesunden Bilanzen. Sie sind im Vergleich zum Gesamtmarkt attraktiv bewertet.

In den USA werden Titel wie Bristol-Myers, Pfizer oder Merck mit einer P/E zwischen 9 und 14 gehandelt, während die P/E des Gesamtmarkts im Durchschnitt bei 22 liegt. Das Gleiche gilt in Europa für Unternehmen wie Sanofi, GlaxoSmithKline oder Novartis mit einer Bewertung von rund 14 gegenüber mehr als 20 für den Gesamtmarkt. Im Weiteren bieten diese drei Unternehmen eine Dividendenrendite von über 3%.

Die Grafik zeigt die relative Performance des US-Gesundheitssektors gegenüber dem S&P 500. Der Gesundheitssektor ist zurzeit attraktiv. Die Ratio liegt nahe bei ihrer Unterstützung und scheint zu einer Erholung anzusetzen. Dies ist umso interessanter, als der Pharmasektor in der Regel längerfristig eine Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt aufweist, wie der langfristige Aufwärtstrend der Ratio zeigt. Technisch gesehen ist somit mit einer Outperformance dieses Sektors zu rechnen, und dies höchstwahrscheinlich unabhängig vom Marktumfeld.

In der Schweiz bevorzugen wir zum heutigen Zeitpunkt Novartis gegenüber Roche. Auf dem aktuellen Niveau spricht die Kursdifferenz zwischen den beiden Schweizer Pharmariesen eindeutig zugunsten von Novartis.

 

Graph. 1.

 

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