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USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging MArkets | |
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Letzter Stand | 0.89 | 1.08 | 10'364.50 | 3'539.27 | 13'298.96 | 5'609.15 | 5'935.98 | 3'699.12 | 12'464.23 | 26'751.24 | 1'251.04 |
Trend | |||||||||||
%YTD | -7.80% | -0.44% | -2.38% | -5.50% | 0.38% | -6.17% | -21.30% | 14.50% | 38.91% | 13.08% | 12.24% |
Der US-Aktienmarkt hat gemessen am S&P 500 im Wochenverlauf um 1,6% zugelegt und ein neues Rekordhoch verbucht. Diese Hausse wurde durch die Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs und den Optimismus im Hinblick auf neue Finanzhilfen unterstützt. In Europa haben die Indizes – mit einer Korrektur der defensiven Werte – insgesamt stagniert.
Während Monaten standen die negativen Auswirkungen der Pandemie auf den Dienstleistungssektor im Vordergrund, während der Industriesektor ungeachtet der steigenden Fallzahlen einen Anstieg verbuchte (ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe: 57,5 Punkte im November). Fest steht, dass Europa sehr stark vom wirtschaftlichen Stillstand betroffen war und daher für das vierte Quartal mit einem rückläufigen BIP zu rechnen ist. Im Gegensatz dazu wurde in China und in den USA ein Aufschwung beobachtet, beispielsweise mit einem Anstieg der häuslichen Dienstleistungen. Mit der Verfügbarkeit von Impfstoffen wird diese Erholung zweifellos weiter zunehmen und sich breiter abstützen.
Am US-Arbeitsmarkt wurde im November eine deutliche Abschwächung bei der Schaffung von neuen Arbeitsstellen beobachtet. Es wurden nur 245‘000 neue Jobs geschaffen, während mit 460‘000 gerechnet wurde und die betreffende Zahl im Oktober bei 638‘000 lag. Aufgrund der zur Eindämmung der Pandemie getroffenen Massnahmen wurden weniger Personen eingestellt, vor allem im Dienstleistungsbereich. Die Arbeitslosenquote blieb mit 6,7% stabil, da sich zahlreiche Personen aus dem Markt zurückgezogen haben. Der steigende Durchschnittslohn ist insofern kein gutes Zeichen, als er darauf schliessen lässt, dass Jobs im Tieflohnsegment verloren gegangen sind. Die Arbeitsmarktzahlen haben somit enttäuscht, aber gleichzeitig die Hoffnung auf ein neues, massives Konjunkturpaket angeheizt, das derzeit im Kongress beraten wird.
Die guten Impfstoffnachrichten haben den Risikoappetit der Anleger erhöht. Der Index der Hochzinsanleihen legte im vergangenen Monat um über 4% zu, wobei in der Kategorie der CCC-Anleihen von schlechter Qualität sogar ein Anstieg von 8,7% resultierte. Die Rendite brach auf 4,5% ein. Seit Anfang November ist es zu einem rekordhohen Liquiditätszufluss in die Anlageklassen der Aktien gekommen. Auf den europäischen Märkten soll die Summe USD 1‘500 Mrd. übersteigen, was bedeutet, dass sich die Anleger mit Fokus auf zyklische Papiere neu positionieren. Diese waren durch die Rezession infolge der einschränkenden Corona-Massnahmen sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Verschiedene Indikatoren legen nahe, dass der US-Aktienmarkt überteuert ist. Das Verhältnis zwischen Börsenkapitalisierung und BIP liegt derzeit bei 183% – gegenüber einem historischen Durchschnitt von 93%. Diese Zahl scheint dem Gesetz der Schwerkraft zu trotzen, aber da die Zinsen noch sehr lange auf sehr tiefem Niveau verharren könnten, sind Aktien nach wie vor äusserst attraktiv.
Der Erdölpreis hat seit Anfang November um über 25% zugelegt (Brent 48,7, WTI 45,6 USD). Damit besteht die Aussicht auf eine Rückkehr zur Normalität, welche den Verbrauch stimulieren könnte. Die OPEC-Staaten und ihre Verbündeten haben beschlossen, ihre Produktion ab Januar 2021 um 0,5 Mio. Barrel/Tag zu erhöhen.
Gestützt auf die Hoffnung einer Wirtschaftserholung hat der Erdölpreis seit Anfang November um praktisch 25% zugelegt. Die OPEC-Staaten und ihre Verbündeten haben sich darauf geeinigt, die Förderkürzungen nicht zu verlängern. Sie werden ihre Tagesproduktion ab Januar um 0,5 Millionen Barrel hochfahren.
Damit sinkt das Erdölvolumen, das von der OPEC-Allianz bewusst vom Markt genommen wird, ab 1. Januar 2021 von 7,7 Millionen Barrel/Tag auf 7,2 Millionen Barrel/Tag. Die Mitglieder werden sich monatlich absprechen, um sich Schritt für Schritt an die steigende Nachfrage anzupassen und so eine Preisuntergrenze zu gewährleisten.
Der weltweite Erdölverbrauch hat dieses Jahr mit einem Einbruch von bis zu 29 Millionen Barrel pro Tag einen massiven Rückgang verzeichnet. Obwohl sich beim weltweiten Wirtschaftswachstum eine allmähliche Rückkehr zur Normalität abzeichnet, ist es durchaus möglich, dass die Erdölnachfrage den Vorkrisenstand nie mehr erreichen wird, da sich verschiedene Änderungen als permanent erweisen werden. Dessen sind sich auch die OPEC-Staaten bewusst geworden, obwohl sie den grossen Umbruch erst in zwei Jahrzehnten sehen.
Die Überkapazitäten bei der Förderung sind dermassen gross, dass es kein Nachfrageszenario gibt, in welchem dieses Volumen absorbiert werden könnte. Längerfristig bedeutet dies die Wahl zwischen der Einstellung der Förderung und deutlich tieferen Preisen. Die Covid-19-Pandemie hat einen langfristigen Trend beschleunigt, bei dem es um die Frage geht, welche Art von Energie wir in Zukunft konsumieren werden.
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