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USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging MArkets | |
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Letzter Stand | 0.95 | 1.06 | 10'041.91 | 3'204.17 | 12'089.39 | 4'909.64 | 6'159.30 | 3'009.05 | 9'757.22 | 22'512.08 | 998.90 |
Trend | |||||||||||
%YTD | -2.06% | -2.01% | -5.42% | -14.44% | -8.75% | -17.87% | -18.34% | -6.86% | 8.74% | -4.84% | -10.39% |
Gegen Ende der vergangenen Woche waren die Börsen von einer zunehmenden Volatilität geprägt und verzeichneten einen deutlichen Abwärtstrend. Damit trugen die Anleger den alarmierenden makroökonomischen Prognosen des IWF vom 24. Juni, den stark steigenden Infektionszahlen im Süden der USA und in China sowie dem über Erwarten hohen Anstieg der Anträge auf Arbeitslosenhilfe Rechnung.
Gemäss den Schlagzeilen vom Wochenende sollen in der Zwischenzeit über 10 Millionen Menschen weltweit infiziert worden sein, und die Zahl der Toten soll bei rund 500‘000 liegen. Damit zerschlugen sich die Hoffnungen auf eine rasche Wirtschaftserholung vorerst. Im Weiteren ist die Korrektur an den Aktienmärkten auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass der seit Ende März anhaltende Kursanstieg von verschiedenen Marktteilnehmern mit einer gewissen Skepsis betrachtet wurde. Viele sind vorsichtig geblieben und haben ihre untergewichteten Positionen beibehalten, obwohl es an Anlagealternativen fehlt (bei im allgemeinen höheren Dividendenrenditen im Vergleich zu den Anleihenrenditen), was wiederum zuversichtlich stimmt.
Gemäss dem IWF handelt es sich um eine historische Wirtschaftskrise mit einem noch nie dagewesenen Einbruch des weltweiten BIP von 4,9% im laufenden Jahr. Für 2021 wird mit einem Wachstum von nur 5,4% gerechnet, wobei für Frankreich, einem der am stärksten betroffenen Länder, im laufenden Jahr sogar eine Kontraktion von 12,5% erwartet wird.
Nach den Ergebnissen der Stresstests in den USA standen die Banktitel unter starkem Abgabedruck. Die US-Notenbank Fed untersagte den US-Grossbanken Aktienrückkaufprogramme und Dividendenerhöhungen bis im September. Die US-Währungshüter verkündeten allerdings auch eine positive Nachricht, insofern sie die «Volcker-Rule» zu lockern beabsichtigen. Vor allem die Banken könnten somit einfacher in Risikokapital investieren und müssten weniger hohe Liquiditätsreserven für Geschäfte mit Derivaten vorweisen.
An der Pandemiefront sind Erfolge bei der Behandlung der Viruserkrankung mit rückläufigen Krankenhauseinweisungen und Todesfällen zu vermelden. Allerdings erfolgt die Wirtschaftserholung nur zögerlich. Es wird befürchtet, dass es bei einer starken Zunahme der Fallzahlen zu neuen Lockdowns kommen könnte. Angesichts der verheerenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ist jedoch kaum mit der Stilllegung von zahlreichen Sektoren zu rechnen. Auch wenn die Erholung nur langsam erfolgen wird, so besteht doch eine erhebliche Unterstützung durch die budget- und geldpolitischen Massnahmen der Regierungen und Zentralbanken. In dieser Hinsicht bietet die EZB den Anlegern mit ihrem QE-Programm, das auf die Situation zugeschnitten ist und ausreichende Garantien umfasst, auf jeden Fall etwas Zuversicht.
Nike verzeichnete ein ziemlich schlechtes viertes Geschäftsquartal per 31. Mai 2020. Der Umsatz brach mit 6,3 Mrd. Dollar gegenüber 10,1 Mrd. Dollar im Vorjahr um 38% ein. Der Ertragsrückgang ist auf die achtwöchige Schliessung von 90% der Geschäfte infolge der Covid-19-Pandemie zurückzuführen. In Europa und in den USA wurde ein Umsatzrückgang von 46% verzeichnet, in China, wo 100% der Geschäfte geöffnet sind, resultierte hingegen nur ein Minus von 3%.
Wurde im vierten Quartal des Vorjahrs noch ein Gewinn von 1,2 Mrd. Dollar verzeichnet, so resultierte in diesem Jahr ein Nettoverlust von 790 Mio. Dollar bzw. 52 Cents pro Aktie. Es ist der erste Verlust seit 2009. Die operative Marge brach infolge der höheren Kosten in Verbindung mit wachsenden Lagerbeständen und annullierten Lieferungen an das Vertriebsnetz (Reduzierung der Grosshandelsumsätze um 50%) auf 37,3% ein.
Es gilt jedoch zu berücksichtigten, dass es sich hier um eine aussergewöhnliche Situation handelt. In den Augen der Anleger dürfte dieses schlechte vierte Quartal keine allzu grosse Bedeutung haben. Zuversichtlich stimmt, dass der Online-Handel mit seiner hohen Marge im Berichtsquartal um 75% in die Höhe schnellte und damit nahezu 1/3 an den Gesamtumsatz beisteuerte. Nike tätigt Investitionen, um den Anteil an Direktverkäufen an den Konsumenten weiter zu steigern. Zudem werden zusätzliche Kostensenkungsmassnahmen, insbesondere durch Personalabbau, durchgeführt.
Lohnt es sich, dem Titel nachzujagen? Mit einem P/E von über 30 ist Nike zweifellos hoch bewertet. Das Unternehmen verfügt jedoch über eine dominierende Marktposition mit guten Wachstumsaussichten für die Nachfrage nach Sportbekleidung und -schuhen, die starke Untermarke «Jordan Brand» und eine hohe Produktinnovation.
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