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USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging MArkets | |
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Letzter Stand | 0.91 | 1.08 | 10'163.60 | 3'305.05 | 12'901.34 | 4'962.93 | 5'935.98 | 3'372.85 | 11'019.30 | 23'289.36 | 1'093.16 |
Trend | |||||||||||
%YTD | -6.05% | -0.83% | -4.27% | -11.75% | -2.62% | -16.98% | -21.30% | 4.40% | 22.81% | -1.55% | -1.93% |
Nach mehreren Wochen anhaltender Stabilisierung sorgen die erneut steigenden Covid-19-Fallzahlen für Besorgnis. Die britischen Behörden haben plötzlich entschieden, Reisende aus den Niederlanden, Frankreich und Malta unter Quarantäne zu stellen, was sich negativ auf den gesamten europäischen Tourismussektor ausgewirkt hat.
In der Zwischenzeit verschlechtern sich die Beziehungen zwischen Washington und Peking. Die Angriffe des Weissen Hauses auf die chinesischen Apps TikTok und Wechat gehen weiter und werden mit entsprechenden Anordnungen durchgesetzt. Die Plattformen beziehungsweise Apps werden beschuldigt, die amerikanische Sicherheit zu bedrohen. Die Chinesen sollen 90 Tage Zeit haben, um das US-Geschäft von TikTok an ein amerikanisches Unternehmen zu verkaufen. Diese Verschärfung der Spannungen erfolgt vor dem Hintergrund einer bereits angespannten Lage in Zusammenhang mit den ökonomischen Auswirkungen der Pandemie. So verzeichnete das japanische BIP im zweiten Quartal einen historischen Rückgang von -7,8%. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen vom November sieht sich Donald Trump in keiner guten Lage, zumal die Wahl der Senatorin Kamala Harris als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft der Wahlkampagne seines Konkurrenten Joe Biden neuen Schwung verliehen hat. Gemäss Umfragen unterstützen 54% der Amerikaner die Wahl von Harris als Vizepräsidentin.
Und ungeachtet all dem kratzt der S&P 500 an der im vergangenen Februar erzielten Bestmarke. In Europa verzeichnen die zyklischen Werte eine Outperformance und die weltweite Marktkapitalisierung hat soeben das BIP, das sind 87,9 Billionen US-Dollar, überholt... Dieses Niveau kann als Anzeichen einer Überhitzung der Aktienmärkte ausgelegt werden. Die Marktkapitalisierung von Apple liegt bei knapp 2 Billionen US-Dollar, aber auch die Kurse der Micro Caps explodieren, unterstützt von einer neuen Art von Anlegern, die sich nicht für Fundamentaldaten interessieren. Der Schlüssel zu dieser Entwicklung liegt in der massiven Liquidität, die den Märkten von den Währungsbehörden zur Verfügung gestellt wird. Chinas Notenbank PBoC hat soeben den Gegenwert von 100 Milliarden US-Dollar in das Bankensystem gepumpt, was den Weg zu einer Zinssenkung ebnen könnte.
Bei den Edelmetallen ist es zu Gewinnmitnahmen gekommen. Der Goldkurs brach um rund 7% ein, nachdem angekündigt wurde, dass ein russischer Impfstoff mit dem Namen Sputnik V praktisch bereitstehe und die Staatsanleihenrenditen wieder angezogen haben (die Rendite der US-Staatsanleihen sprang auf 0,7%). Ungeachtet der höheren Volatilität dürfte das Gold seinen Aufwärtstrend jedoch fortsetzen.
Der Run auf Unternehmensanleihen geht weiter. Mit den tiefsten je bezahlten Zinsen haben die Unternehmen einen Rekordumfang an Anleihen emittiert. Alphabet hat beispielsweise in der vergangenen Woche sechs Tranchen für einen Gesamtbetrag von 10 Mrd. US-Dollar mit Laufzeiten zwischen 5 und 40 Jahren emittiert, und Apple hat nachgezogen. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass beide Unternehmen über einen hohen Cash-Flow verfügen und a priori überhaupt keinen Bedarf an neuen Geldern haben.
Die durchschnittliche Rendite für Investment-Grad-Unternehmensanleihen ist im Juli dieses Jahres erstmals unter die Marke von 2% gerutscht, nachdem im März auf dem Höhepunkt der Panik noch ein Niveau von praktisch 5% verzeichnet worden war (siehe Grafik).
Diese erstklassigen Anleihen haben von der unverhohlenen Unterstützung der US-Notenbank Fed, welche diese Papiere nun direkt aufkauft, profitiert. Der Barclays-Index, der sämtliche Anleihen zusammenfasst, ist auf das höchste Niveau seit der Krise angestiegen – schneller als der S&P 500. Die Anlageklasse verzeichnet heute eine Performance von über 5% in USD seit Anfang Jahr, verglichen mit +1% für den S&P 500, der eine Erholung von historischem Ausmass hinter sich hat.
Das extrem tiefe Zinsniveau veranlasst die Unternehmen dazu, sich zu refinanzieren oder die Planung ihrer Anleihen vorzuverlegen, um von den vorteilhaften Zinsen zu profitieren.
Auch Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, macht hier keine Ausnahme. Der kalifornische Tech-Gigant hat in der vergangenen Woche trotz gigantischer Liquiditätsreserven 10 Mrd. US-Dollar aufgenommen. Rund ein Viertel des Betrags wurde auf 10 Jahre mit einem (mageren) Coupon von 1,1% aufgenommen. Dieser Satz liegt noch tiefer als die 1,5%, die Amazon früher im Jahr für dieselbe Laufzeit erhalten hat. Interessant ist die Tatsache, dass 5,75 Mrd. US-Dollar, das heisst der Grossteil dieser Anleihe, zur Finanzierung von Projekten mit ESG-Standard dienen sollen.
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