
Interessieren Sie sich für Finanz- und Wirtschaftsnachrichten ?
Die Bank Bonhôte heisst Sie herzlich willkommen und stellt Ihnen Ihre Finanz-Experten gerne zur Verfügung.
USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging Markets | |
Letzter Stand | 0.93 | 1.04 | 12'104.44 | 4'136.91 | 15'318.95 | 6'965.88 | 7'466.07 | 4'431.85 | 13'770.57 | 26'717.34 | 1'191.14 |
Trend | |||||||||||
%YTD | 2.08% | 0.07% | -5.99% | -3.76% | -3.56% | -2.62% | 1.10% | -7.01% | -11.98% | -7.20% | -3.32% |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
Die vergangene Woche war durch die Aussicht auf den Beginn der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed und durchzogene Unternehmensergebnisse geprägt, was für heftige Turbulenzen an den Börsen sorgte. Es kam zu äusserst kräftigen Kursausschlägen mit Intra-Day-Bewegungen der Indizes zwischen -5% und +5%. Die Spannungen in der Ukraine, die Senkung der globalen Wachstumsprognosen durch den IWF, enttäuschende Unternehmensperspektiven und die bevorstehende Straffung der Geldpolitik durch die Fed, die sich recht «hawkish» gab, um der Inflation die Stirn zu bieten, sind alles Gründe für diese hohe Volatilität.
Die US-Notenbank liess ihre Leitzinsen unverändert, doch räumte der US-Notenbankchef ein, dass sich die Inflation dauerhaft über dem Inflationsziel etablieren könnte und dass die Lieferkettenprobleme grösser seien als ursprünglich angenommen. Diese Hinweise lassen darauf schliessen, dass es im März tatsächlich zu einer ersten Zinserhöhung kommen wird. Der Markt versuchte, mehr zum Tempo dieser Zinserhöhungen zu erfahren, doch J. Powell gab keinen genauen Zeitplan bekannt, beschwichtigte die Marktteilnehmer jedoch mit den Worten, dass er über einen komfortablen Handlungsspielraum verfüge. Dies lässt darauf schliessen, dass die Zinserhöhungen rascher als erwartet erfolgen könnten. Auf Basis der an den Terminmärkten gehandelten Fed-Funds-Futures liegt die Wahrscheinlichkeit von fünf Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte im laufenden Jahr bei 94%. Die Botschaft ist klar: Die Fed wird sich künftig vollständig auf die Bekämpfung der Inflation konzentrieren. Ihr bevorzugtes Barometer zur Messung der Inflation, der PCE-Preisindex, stieg im Dezember im Jahresvergleich um 5,8% und entsprach damit den Erwartungen. Wir gehen davon aus, dass dieser Richtungswechsel keine unüberwindbare Hürde für die Wirtschaft darstellen sollte, aber dem Markt eine wichtige Stütze entziehen wird.
Mit einem Wachstum des amerikanischen BIP von 6,9% im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal bleibt das Wachstum robust. Der Anstieg der persönlichen Ausgaben um 3,3% war auf den Dienstleistungsbereich zurückzuführen. Somit verzeichnete das amerikanische BIP im Jahr 2021 ein Wachstum von 5,7%, den stärksten Zuwachs seit 1984.
Die Weltwirtschaft ist stark genug, um höhere Zinsen zu verkraften. Wir gehen davon aus, dass die hohe Sparquote und der solide Arbeitsmarkt die steigenden Konsumausgaben trotz eines vorübergehenden Rückgangs der Kaufkraft stützen werden.
Die vergangene Woche war von den neuen Umsatzrekorden von Apple geprägt; der Konzern erzielte in drei Monaten einen Umsatz von nahezu USD 124 Mrd. Ebenfalls im Fokus stand die LVMH-Gruppe, die im vergangenen Jahr einen Umsatzsprung auf EUR 4 Mrd. und einen Gewinn von EUR 12 Mrd. verzeichnete, was weit über den Ergebnissen vor der Pandemie liegt.
Diese Woche werden die Sitzung der Europäischen Zentralbank und die Publikation mehrerer Wirtschaftsindikatoren, wie die Teuerung in der Eurozone und der monatliche US-Arbeitsmarktbericht, im Fokus der Anleger stehen. Im Weiteren steht die Publikation der Unternehmensergebnisse grosser Namen wie Google, AMD, Amazon, Paypal und Meta Platforms an. Die Märkte in China, Taiwan und Südkorea werden aufgrund des Neujahrsfestes geschlossen sein.
Das US-amerikanische Unternehmen Paypal bietet seinen Nutzern einen Dienst an, der es ihnen ermöglicht, Online-Zahlungen ohne Angabe einer Kreditkartennummer oder eines Bankkontos zu tätigen. Damit bietet das Unternehmen einen sehr willkommenen Sicherheitspuffer zwischen den beiden Transaktionsparteien einerseits und ihren jeweiligen Bankkonten (Bargeldkonto oder Kreditkarte) andererseits. Paypal wurde 2002 vom Internetriesen Ebay aufgekauft und kam 2015 nach einem Spin-off wieder zurück an den Markt.
Paypal erzielt praktisch seine gesamten Einnahmen aus den Gebühren für Zahlungen, Abhebungen und Geldwechsel, die über seinen Dienst getätigt werden (rund 15 Milliarden abgewickelte Transaktionen pro Jahr). Die Gruppe bietet auch eigene Kreditkarten an. Die Zahl der aktiven Nutzer liegt mittlerweile bei über 380 Millionen; dazu kommen über 30 Millionen Händlerkonten. Die Aktie hat seit dem dritten Quartal 2021 um mehr als 50% korrigiert. Im Gegensatz zu anderen Aktien, die das gleiche Schicksal erlitten haben, sind die Fundamentaldaten des Konzerns solide, der bei einer Marktkapitalisierung von USD 190 Mrd. über mehr als 13 Mrd. Barmittel verfügt. Auch an ESG-Kriterien gemessen ist Paypal mit einem «A»-Rating gut bewertet. Aufgrund der kräftigen Korrektur befindet sich die Bewertung wieder auf einem Niveau, welches das erwartete Gewinnwachstum (zwischen 15% und 20% pro Jahr) angemessen widerspiegelt.
Flash Boursier im PDF-Format herunterladen
Dieses Dokument dient ausschliesslich zu Informationszwecken. Die Daten stammen aus verlässlichen und aktuellen Quellen. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben wird jedoch keine Gewähr geleistet. Finanzmärkte und Finanzprodukte unterliegen naturgemäss hohen Verlustrisiken, die sich als nicht vereinbar mit der Risikotoleranz des Lesers erweisen können. Aus dem allenfalls in diesem Dokument aufgeführten bisherigen Leistungsausweis kann nicht auf die zukünftige Performance geschlossen werden. Dieses Dokument stellt keine Empfehlung und kein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten für den Leser dar, und es können daher in keinem Fall Haftpflichtansprüche für die Bank daraus abgeleitet werden. Die Bank behält sich gegebenenfalls das Recht vor, von den Empfehlungen in diesem Dokument abzuweichen, insbesondere im Rahmen der Vermögensverwaltungsmandate für ihre Kunden und bei der Verwaltung von bestimmten kollektiven Anlagen. Die Bank ist eine Schweizer Bank, die der Aufsicht und Regulierung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) untersteht. Sie verfügt nicht über die Bewilligung einer ausländischen Aufsichtsbehörde und wird auch von keiner solchen beaufsichtigt. Folglich können der Vertrieb dieses Dokumentes ausserhalb der Schweiz sowie der Verkauf von bestimmten Produkten an Anleger mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz gewissen Beschränkungen oder Verboten gemäss ausländischem Recht unterliegen. Es obliegt dem Leser, sich diesbezüglich über seinen Status zu informieren und die ihn betreffenden Gesetze und Vorschriften einzuhalten. Wir empfehlen Ihnen, sich an ausgewiesene Spezialisten in der Rechts-, Finanz- und Steuerberatung zu wenden, um Ihre Position im Verhältnis zum Inhalt dieser Publikation abzuklären.