Grosse Überraschungen!
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Grosse Überraschungen!

Flash boursier vom 08.06.2020

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging MArkets
Letzter Stand0.961.0910'190.373'384.2912'847.685'197.796'484.303'193.939'814.0822'863.731'002.65
Trend
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
%YTD-0.55%0.09%-4.02%-9.64%-3.03%-13.05%-14.03%-1.14%9.38%-3.35%-10.05%

 

Haupttrends:

1. Europäischer Bankenindex im Höhenflug

2. Überraschende US-Arbeitsmarktzahlen

 

Im Mai haben sich die Wirtschaftsdaten verbessert und die angekündigten geld- und budgetpolitischen Stimulierungsmassnahmen haben für einen höheren Risikoappetit der Anleger gesorgt. Die zyklischen Sektoren und Titel, die während der Lockdown-Periode am stärksten unter die Räder gekommen waren, haben ihre Erholung in der vergangenen Woche fortgesetzt. Besonders kräftig fiel die Erholung des europäischen Bankenindex mit +20% aus. Diese wurde durch die Liquiditätsflut und die steilere Kurve der Anleiherenditen ermöglicht. Auch die Erdöltitel verzeichneten einen kräftigen Aufschwung. Ungeachtet der hohen Bewertungen und der Gewinnrevisionen sorgt der durch die Zentralbanken zur Verfügung gestellte Liquiditätsfluss für eine anhaltende Stütze der Märkte.

Aus Angst vor einer Deflation hat die EZB am vergangenen Donnerstag den Umfang ihres PEPP-Programms (Pandemic Emergeny Purchase Programme) um 600 Mrd. Euro auf 1’350 Mrd. Euro ausgeweitet. Die Dauer wird bis Juni 2021 verlängert und die auslaufenden Titel werden reinvestiert. Die europäischen Währungshüter rechnen mit einem kräftigen Einbruch des BIP in der Eurozone. Am Anleihenmarkt führten die umfangreichen Käufe zu einer Verengung der Credit Spreads im Investment-Grade-Segment und im hochverzinslichen Segment. Die langfristigen Staatsanleihenrenditen zogen insgesamt an (die 10-jährigen US-Staatsanleihen notierten bei 0,92%). Auch die Credit Spreads der südeuropäischen Staatsanleihen reduzierten sich.

Der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Mai brachte eine grosse Überraschung. In den USA wurden +2,5 Millionen Arbeitsstellen neu geschaffen, während die Konsenserwartungen von einer Vernichtung von 7,5 Millionen Arbeitsplätzen ausgingen. Die Arbeitslosenquote bildete sich auf 13,5% zurück. Die Analysten werden etwas Zeit brauchen, um ihre riesige Fehleinschätzung zu verdauen und ihre Zahlen in Übereinstimmung mit der realen Entwicklung zu bringen. Eine Erklärung könnte in der Differenz zwischen den – überschätzten – ursprünglichen 43 Millionen Arbeitslosenanträgen und den 21 Millionen, die tatsächlich Hilfe beziehen, liegen. Die Sache muss im Auge behalten werden, doch in der Zwischenzeit verschaffen diese besseren Zahlen den Risikowerten natürlich Auftrieb. Dennoch ist nicht damit zu rechnen, dass die Fed an ihrer Sitzung in dieser Woche etwas an ihrer expansiven Geldpolitik ändern wird.

Die OPEC hat beschlossen, ihre Förderkürzungen von 10 Millionen Barrel pro Tag zu verlängern. Darüber hinaus wird sie für eine verstärkte Einhaltung der Quoten sorgen, um den (zahlreichen) Verstössen entgegenzuwirken. Sollten sich alle hinter diese Absichten stellen, was selten der Fall ist, dann wäre der Weg zu weiteren Kürzungen frei, sodass die während der Corona-Krise entstandenen Lager abgebaut werden könnten. Dann könnte sogar ein leichtes Marktdefizit resultieren.

An der Wirtschaftsfront ist der eindrückliche Einbruch der deutschen Industrieproduktion zu erwähnen. Aufgrund des Stillstands der Wirtschaft resultierte im April ein Minus von 25,3% gegenüber dem Vorjahr. China verzeichnete im Mai einen rekordhohen Handelsbilanzüberschuss (+62,9 Milliarden US-Dollar, erwartet wurden +41,4 Milliarden). Die Exporte bildeten sich um 3,3% zurück, während die Importe, vor allem aufgrund der Erdölpreise, gegenüber dem Vorjahr sogar einen Rückgang von 16,7% verbuchten.

 

Der Euro erholt sich

Der Euro leidet seit langem unter der Anfälligkeit der Eurozone. Die europäischen Staaten bekunden Mühe, sich gegenüber den beiden führenden Wirtschaftsmächten China und USA zu behaupten, es gibt keine gemeinsame Haushalts- und Fiskalpolitik in Europa, die einzelnen Staaten legen den Fokus auf die Verteidigung ihrer nationalen Interessen und der Brexit steht immer noch ungelöst im Raum. Diese Faktoren erklären die Risikoprämie auf der Einheitswährung.

Zurzeit sprechen jedoch vier Faktoren für eine Erholung des Euro gegenüber dem US-Dollar.

  1. Europa bewältigt die Corona-Krise schneller als Nordamerika.
  2. Die Bewertungen in Europa sind attraktiver als diejenigen der US-Unternehmen. Diese Tatsache zieht Kapital an, zumal die amerikanischen Renditen nun weniger attraktiv sind und die Zinskurven steiler werden, was wiederum für die Finanzwerte spricht, die in den europäischen Indizes stärker vertreten sind.
  3. Die Bilanz der US-Notenbank Fed weitet sich schneller aus als diejenige der EZB. Diese Entwicklung dürfte den Dollar schwächen (wer mehr Geld druckt, muss mit einer Abschwächung seiner Währung rechnen).
  4. Die mögliche Vergemeinschaftung der Schulden in Europa, eine regelrechte Revolution, die jedoch noch von den Staaten abgesegnet werden muss, würde einen Riesenschritt in Richtung einer besseren Integration der Eurozone und eine Reduzierung der Euro-Risikoprämie bedeuten.

Der Euro könnte am Anfang einer Haussebewegung stehen. Das Ziel von 1.24 liegt nun im Bereich des Möglichen.

 

Graph. 1.

 

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