Fed versetzt den Märkten einen herben Dämpfer
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Fed versetzt den Märkten einen herben Dämpfer

Flash boursier vom 29.08.2022

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging Markets
Letzter Stand0.970.9610'942.163'603.6812'971.476'274.267'427.314'057.6612'141.7128'641.381'006.50
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%YTD5.91%-7.20%-15.02%-16.16%-18.34%-12.29%0.58%-14.87%-22.39%-0.52%-18.30%

(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

Das mit Spannung erwartete Notenbankertreffen in Jackson Hole versetzte den Märkten einen herben Dämpfer. Diese gaben mit dem definitiven Ende der Hoffnung auf eine versöhnlichere US-Notenbank einen Teil der im Sommer realisierten Gewinne wieder ab. Die Märkte antizipieren nun eine Leitzinserhöhung von 0,75% im September.

In seiner Rede, die anstelle der üblichen halben Stunde nur gut zehn Minuten dauerte, zeigte sich der Fed-Chef entschlossen, die Inflation auf Kosten des Wirtschaftswachstums zu bekämpfen, und zitierte dabei die beiden ehemaligen Zentralbanker Paul Volcker und Alan Greenspan. Jerome Powell erinnerte daran, dass es die Aufgabe der Zentralbank sei, die Preisstabilität zu gewährleisten und eine langfristige restriktive Geldpolitik daher notwendig sei, womit eine Zeit des schwachen Wachstums und der Verschlechterung des Arbeitsmarktes bevorstehe. «Bereiten Sie sich auf schwierige Zeiten vor», warnte er.

Nach der Veröffentlichung der Inflationszahlen für den Monat Juli, die keinen weiteren Anstieg belegten, hatten die Märkte darauf gehoffte, dass die Fed zu einer moderateren Zinserhöhungspolitik übergehen werde, was eine Rally der risikobehafteten Vermögenswerte auslöste. Am vergangenen Freitag wurden diese Hoffnungen jedoch durch die Rede von Jerome Powell zunichte gemacht, was eine umgehende Reaktion der Märkte zur Folge hatte. Nicht weniger als 1,25 Billionen US-Dollar lösten sich in Rauch auf – der grösste Tagesverlust seit vergangenem Juni. Der S&P 500 Index verlor 3,4%, während der Technologieindex Nasdaq, der stärker auf Zinserwartungen reagiert, nahezu 500 Punkte (-3,94%) einbüsste.

Am Anleihenmarkt war die Reaktion weitaus gemässigter. Die Renditen stiegen aufgrund der höheren Zinserwartungen weiter an. Die Rendite der 10-jährigen Anleihen stieg um mehr als 8 Punkte auf 3,1%, blieb aber unter ihrem Höchststand von Mitte Juni, und die Rendite für 2-jährige Anleihen lag bei 3,4%. Die Kurve bleibt somit deutlich invers mit einer Renditedifferenz von 36 Basispunkten zwischen den beiden Laufzeiten.

In Europa sind die Aussichten etwas düsterer, da die Wirtschaftserholung durch die Energiekrise stark belastet wird. Am Wochenende sprachen sich mehrere Mitglieder der Europäischen Zentralbank für eine kräftige Zinserhöhung auf ihrer Sitzung im September aus. Obwohl sich mehrere Mitglieder für eine aggressive Anhebung von 0,75% stark machten, muss die EZB umsichtig handeln. Eine Anhebung um 0,5% scheint uns daher angesichts der fragilen Lage der europäischen Wirtschaft realistischer.

 

Die Themen der Zukunft

Die Welt von morgen wird durch Zukunftsthemen wie Klima, künstliche Intelligenz oder Überalterung der Bevölkerung geprägt sein, um nur einige zu nennen. Diese Themen und deren Auswirkungen sind eng miteinander verknüpft. Es ist offensichtlich, dass künstliche Intelligenz ohne Digitalisierung nicht möglich ist. Der Klimawandel wiederum hängt von neuen, mit einem weniger hohen Energieverbrauch verbundenen Mobilitätsformen und der Unterstützung durch künstliche Intelligenz ab, die den durch die Alterung der Bevölkerung verursachten Mangel an Humanressourcen ausgleichen muss. Darüber hinaus sollte das aktuelle wirtschaftliche und geopolitische Umfeld als Chance gesehen werden und Investitionen in diesen Bereichen fördern.

Ein perfektes Beispiel dafür sind die erneuerbaren Energien. Sie wurden bislang durch die hohen Kosten ausgebremst, werden nun aber aufgrund des Preisanstiegs bei den fossilen Brennstoffen finanziell sehr interessant. Wenn in Deutschland beispielsweise 50% des Gebäudebestands modernisiert würden, könnten 200 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden, was 58% der jährlichen Emissionen Italiens entspricht. Diese umweltfreundlichen Gebäude wirken sich wiederum positiv auf den Wert der Strukturen und die Auslastung der Gebäude aus, senken die Wartungskosten und minimieren den Ressourcenverbrauch. Auf diese Weise könnten sich die Einsparungen über einen Zeitraum von 20 Jahren auf das Zwei- bis Dreifache der ursprünglichen Investition belaufen.

Der Themenbereich Klima ist nicht der einzige Sektor mit attraktiven Aussichten. Gemäss einer Studie von PwC könnte die künstliche Intelligenz (KI) bis 2030 einträglicher sein als das gesamte indische und chinesische BIP zusammen. KI wird auch eine wichtige Rolle beim ökologischen Wandel spielen, da sie in der Klimaphysik und in der Forschung zur Optimierung der Ressourceneffizienz in der Produktionskette eingesetzt wird.

In diese Themen zu investieren bedeutet in erster Linie, die Chancen zu nutzen, die sich aus den Herausforderungen ergeben, denen wir uns stellen müssen. Es bedeutet auch, einen Beitrag zum Fortbestand unserer Gesellschaften zu leisten. Dabei ist es sinnvoll, in verschiedene Themen zu investieren, um das Engagement zu diversifizieren und das Risiko zu minimieren. Entscheidend wird die Auswahl der Unternehmen sein, in die in den verschiedenen Bereichen investiert wird. Es ist nicht einfach, sich in diesem Wirrwarr zurechtzufinden. Daher ist es umso wichtiger, sich zu informieren und von Experten beraten zu lassen.

 

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