Fed gibt alles, was sie hat!
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Fed gibt alles, was sie hat!

Flash boursier vom 16.03.2020

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging MArkets
Letzter Stand0.951.068'367.562'586.029'232.084'118.365'366.112'711.027'874.8817'431.05891.19
Trend
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
%YTD-1.54%-2.62%-21.19%-30.95%-30.32%-31.11%-28.85%-16.09%-12.23%-26.32%-20.05%

 

Haupttrends:

1. Einstellung der nicht wesentlichen Aktivitäten in mehreren Ländern

2. Verschiedene Zentralbanken senken ihre Leitzinsen

 

Die Ausbreitung von Covid-19 und die zunehmenden Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft mit einer immer höheren Zahl von europäischen Ländern, die ihre nicht wesentlichen Aktivitäten einstellen, reissen alle Vermögenswerte mit sich nach unten. Der Fed-Entscheid vom gestrigen Sonntag scheint verzweifelt. Die US-Notenbank hat in einer zweiten dringenden Intervention innerhalb der letzten zwei Wochen ihre Leitzinsen um 1% auf die Spanne von 0 bis 0,25% reduziert. Die Mittel der Geldpolitik sind überall praktisch ausgeschöpft und verstärken die Panik, anstatt die Lage zu beruhigen.

Italien und Spanien haben den Leerverkauf zahlreicher Titel verboten, um, zurzeit vergeblich, den Einbruch der Börsenwerte zu verhindern. An den Kreditmärkten liegen die Credit Spreads auf Niveaus, die inmitten der Finanzkrise von 2008 verzeichnet wurden. Als weiteres Zeichen von extremem Stress und fehlender Liquidität an den Märkten verschärfen sich auch die Spannungen bei den Staatsanleihen – mit einem Anstieg der langfristigen Zinsen in der vergangenen Woche. Die Renditen der 30-jährigen US-Staatsanleihen zogen an und die 10-jährigen italienischen Staatsanleihen stiegen auf 2%. Es gibt ganz einfach keine Käufer mehr. Auch die Immobilienfonds und das Gold, die sich bisher als resistent erwiesen haben, verlieren an Boden. Der negative Nachrichtenfluss führt – als wahres Kapitulationszeichen – zu einer Flucht aus allen Marktsegmenten in Cash.

Die US-Notenbank Fed wird für 700 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Hypothekartitel kaufen, um die Wirtschaft zu stützen. Auch verschiedene andere Zentralbanken haben ihre Leitzinsen reduziert. In einer koordinierten Aktion verpflichten sie sich ebenfalls, für ausreichende Liquidität an den Devisenmärkten zu sorgen, die kräftigen Schwankungen unterworfen sind. Die äusserst negative Reaktion der Börsen belegt die zunehmenden Zweifel der Anleger. Wenn die Fed alles gibt, was sie hat und es funktioniert nicht, wer kann dann das System stützen? Die Regierungen müssen sich zweifellos besser koordinieren, um rasch Unterstützungsprogramme in die Wege zu leiten.

In der Schweiz widerspiegelt der indirekte Immobilienmarkt die Situation am Anleihenmarkt. Der SWITT-Index hat gegenüber seiner Rekordmarke 11% eingebüsst. Die Liquidität ist nicht mehr vorhanden und die Transaktionsvolumen sind dünn, nur 200‘000 Franken pro Tag, was zu Einbrüchen von über 4% führen kann. Die Prämien sind dermassen schnell geschmolzen, dass bestimmte kleine Fonds nun mit einem Diskont gehandelt werden, was bedeutet, dass wir in einer Phase angekommen sind, wo die Anleger alles verkaufen wollen.

Wir sind der Ansicht, dass die Finanzmärkte einen Grossteil der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie, bei der es sich um ein vorübergehendes Ereignis handeln dürfte, eingepreist haben. Da der Panikmodus dominiert, ist es jedoch noch zu früh, den Aktienanteil in den Portfolios auszubauen.

 

Hochverzinsliche Anleihen

Die Credit Spreads haben sich infolge der Stresssituation an den Märkten deutlich ausgeweitet. 

Das tiefe Zinsniveau, das seit der Finanzkrise von 2008 anhält, hat den Unternehmen eine günstige Finanzierung ermöglicht. Diese haben davon profitiert, um zu günstigen Bedingungen Geld aufzunehmen. 

Die hohe Nachfrage der Anleger nach hochrentierenden Anleihen, die durch die Suche nach Rendite ausgelöst wurde, haben in den vergangenen Jahren zu einer Verengung dieser Spreads geführt, und da an den Märkten alles ruhig verlief, ist das Emittentenrisiko bei manchen Anlegern in Vergessenheit geraten.

Die «Aktienkomponente» der High-Yield-Anleihen ist den Anlegern in den vergangenen Tagen an apokalyptischen Börsensitzungen auf unangenehme Weise in Erinnerung gerufen worden. 

Der ETF iShares iBoxx High Yield (der Vermögenswerte in Höhe von über USD 13 Milliarden umfasst) hat an einigen wenigen Sitzungen nahezu 12% verloren. Darüber hinaus hat der Index, den dieser ETF abbildet, eine Erdölkomponente, welche durch die von Saudi-Arabien getroffenen Massnahmen in Mitleidenschaft gezogen wurde.

 

Graph. 1.

 

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