Es weht ein kühler Wind
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Es weht ein kühler Wind

Flash boursier vom 04.10.2021

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging Markets
Letzter Stand0.931.0811'575.374'035.3015'156.446'517.697'027.074'357.0414'566.7028'771.071'246.60
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(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

Im September verzeichneten alle Börsensektoren kräftige Einbussen, mit Ausnahme des Energiesektors, der von den stark steigenden Öl- und Gaspreisen profitierte. Auf die Stimmung drückten die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed ihre Wertpapierkäufe ab November reduziert sowie der zunehmende Inflationsdruck. Ebenfalls negativ wirkten sich die Anzeichen einer Wachstumsverlangsamung in China und die politischen Machtspiele in Washington aus.

Die Blockade im Kongress - Uneinigkeit über eine höhere Schuldenobergrenze sowie den Umfang des Infrastrukturprogramms - verschärften den Druck auf die langfristigen Zinsen. Das Tempo des Zinsanstiegs führte dazu, dass bei den Anlegern die Angst gegenüber der Gier die Überhand gewonnen hat. So sank der Anteil der «bullischen» Meinungen in den Umfragen auf 23 Punkte, während der Anteil der «bearischen» Meinungen auf 40 Punkte anstieg. Die Vorstellung, dass sich der Preisanstieg bei anhaltender Inflation verschärfen könnte, hat sich nun vermehrt durchgesetzt. Dadurch steigt die Volatilität der Vermögenswerte, die den geringsten Aufwärts- oder Abwärtsbewegungen an den Anleihemärkten ausgeliefert zu sein scheinen. Darüber hinaus sorgen nun zu Beginn dieses Monats die Gewinnprognosen für das vierte Quartal mit der einsetzenden Berichtssaison sowie die Beschäftigungsdaten für eine zusätzliche Abkühlung. Anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen am kommenden Freitag wird für den Monat September mit 470’000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen in den USA gerechnet. Diese Zahl ist nach der Enttäuschung im August von grosser Bedeutung für die Ausrichtung der Geldpolitik, da die Fed Vollbeschäftigung anstrebt.

Es wäre sehr wichtig zu wissen, ob es sich beim derzeitigen Preisanstieg um eine einmalige Erscheinung handelt, die auf eine exzessive Nachfrage nach der Wiederöffnung der Wirtschaft zurückzuführen ist. Wenn dem so ist, könnte dieser durch eine weniger akkommodierende Geldpolitik begrenzt werden. Ist der Preisanstieg jedoch nachhaltiger, ist dies nicht der Fall. Höhere Produktkosten verunsichern die Anleger, da sie die Zentralbanken nervöser und die Verbraucher unsicherer machen. Der Ausbau der Versorgungsketten zur Begrenzung von Unterbrechungen wird zweifellos Investitionen erfordern, da die Probleme angesichts der hohen Nachfrage sowohl konjunkturell als auch strukturell bedingt sind.

In China, dem Kernland des verarbeitenden Gewerbes, haben steigende Energiepreise infolge des geringeren Einsatzes von Kohle zur Reduzierung der CO2-Emissionen sowie Stromausfälle die Fabriken zu Produktionseinschränkungen gezwungen. Im September rutschte der Einkaufsmanagerindex (PMI) des verarbeitenden Gewerbes unter den Grenzwert von 50 Punkten und befindet sich somit nicht mehr in der Expansionszone. Der PMI für den Dienstleistungsbereich erholte sich jedoch nach einigen coronabedingten Einschränkungen. Letzte Woche forderten die Behörden die Banken dazu auf, den Immobilienmarkt durch die erleichterte Vergabe von Hypotheken zu stützen. Es ist ein Zeichen dafür, dass sie eine Ausweitung der Probleme des Immobilienriesen Evergrande, der mit einigen Zinszahlungen in Verzug geraten ist, auf andere Unternehmen befürchten. Die Befürchtung, dass Peking eine noch stärkere Abschwächung des BIP in Kauf nehmen wird, um sein Wirtschaftsmodell anzupassen, erhöht die Nervosität bei den Anlegern. In den USA stieg der PMI des verarbeitenden Gewerbes infolge des hohen Auftragsbestandes auf 61,1 Punkte. Allerdings sind die Lieferfristen deutlich länger geworden.

 

Nachlassende Gewinndynamik

Der September setzte dem Höhenflug der Aktienmärkte ein Ende. Da die Gewinnerwartungen erstmals seit vergangenem Februar stark nach unten korrigiert wurden, was die vorherrschende Unsicherheit widerspiegelt, fiel der wichtigste Antriebsmotor der Aktienrally aus.

Seit Juli sind Gewinnrevisionen nach oben aufgrund der befürchteten Konjunkturabschwächung und einer nicht wirklich kontrollierten Inflation seltener geworden. Die Volatilität an den Aktienmärkten hat seit Beginn des Sommers zugenommen und scheint der Zinsentwicklung ausgeliefert zu sein. Die meisten Analysten gehen nun von einer Korrektur oder zumindest von einer Verlangsamung aus, was in den vergangenen Wochen in einer Verkaufswelle bei den Anlagefonds zum Ausdruck kam. Dieser Ausverkauf ist vor allem auf die Dividendenausschüttungen in den USA und eine neutralere Neupositionierung der Fondsverwalter für das nächste Quartal zurückzuführen, das schwächer ausfallen könnte.

Die Marktstimmung ist folglich von Vorsicht geprägt. Da das vierte Quartal jedoch als gutes Aktienquartal gilt, gibt es immer noch Grund zu Optimismus, vor allem, da die grossen Umschichtungen bereits erfolgt sind und die Unsicherheit in den nach unten revidierten Gewinnerwartungen integriert ist.

 

Graph. 1.

 

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