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Ein Tropfen Wasser...

Flash boursier vom 21.09.2021

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging Markets
Letzter Stand0.931.0911'935.534'130.8415'490.176'570.196'963.644'432.9915'043.9730'500.051'279.35
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(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

In einer bereits getrübten Stimmung – der September gilt als nicht besonders guter Börsenmonat und die Aktien sind bereits hoch bewertet – hat ein bis anhin etwas unklares Risiko die Finanzmärkte von Asien über Europa bis in die USA ins Schleudern gebracht. Am gestrigen Montag, dem 20. September, kam es zum stärksten Einbruch der Börsenindizes der letzten drei Monate. Die Rendite für 10-jährige US-Treasuries fiel auf 1,32%, da die Anleger in sichere Häfen flüchteten. Der offensichtliche Auslöser dieser Volatilität war die mögliche Pleite von Evergrande, einem der grössten Immobilienentwickler Chinas. Das Unternehmen, das sich mit einem Schuldenberg von über 300 Milliarden Dollar bereits seit längerem in Schwierigkeiten befindet, gab am vergangenen Donnerstag bekannt, Zinszahlungen in Höhe von 83,5 Millionen Dollar für seine Anleihen nicht begleichen zu können. Damit wächst die Befürchtung, dass in China, wo der Sektor nahezu 28% der gesamten Wirtschaft ausmacht, eine Immobilienblase platzt. Wird Evergrade Chinas Lehman Brothers sein?

Die Frage lautet vor allem, ob die Behörden einspringen werden, um eine Liquiditätskrise zu verhindern, die sich auf die Immobiliengesellschaften in China und Hongkong ausweiten würde. Da der Markt sehr fragmentiert ist und der Anteil von Evergrande auf 4% geschätzt wird, ist das Risiko, dass die Immobilienpreise stark unter Druck kommen, allerdings beschränkt. Es ist davon auszugehen, dass die massiven Kurseinbrüche bei den internationalen Grossbanken am vergangenen Montag übertrieben sind, insofern die betroffenen Darlehen im Wesentlichen von staatsabhängigen chinesischen Banken gewährt wurden.

Dieses Ereignis illustriert einmal mehr die massiven regulatorischen Eingriffe, mit denen die chinesische Regierung seit mehreren Monaten die meisten Aktivitäten unter Kontrolle zu bringen sucht und die mit dem Riesen Alibaba Group Holding begonnen hatten. Die Restriktionen haben sich inzwischen auch auf die Industrie ausgeweitet, was in den rückläufigen Rohstoffpreisen zum Ausdruck kommt und eine Abschwächung des BIP-Wachstums befürchten lässt.

Der Vertrauensverlust dürfte aber nicht allein auf die Situation in China zurückzuführen sein. Der Moment ist in der Tat recht ungünstig, da sich die Anleger auf eine Straffung der Geldpolitik der US-Notenbank Fed an ihrer Sitzung am kommenden Mittwoch gefasst machen. Sie fragen sich, wie das Programm der Reduzierung der Wertpapierkäufe aussehen wird und achten auf jedes Zeichen, das eine mögliche Anhebung der kurzfristigen Zinsen im kommenden Jahr nahelegen könnte. Dazu muss präzisiert werden, dass der Inflationsbericht für den Monat August (+4%) die Hoffnung wieder aufleben liess, dass es sich nur um ein vorübergehendes Phänomen handelt und dass sich der Preisindex in Richtung 2-2,5% bewegen wird, sobald sich der Staub etwas gelegt hat. Die Ungewissheit wird jedoch durch weitere Faktoren verstärkt, wie die Konfrontation zwischen Republikanern und Demokraten im Kongress über die Schuldenobergrenze und die Ausbreitung der Delta-Variante mit der höchsten Anzahl an Corona-Toten pro Tag (2000) in den USA seit vergangenem März.

 

IPO-Boom

Mit Börsengängen (IPOs) wurde in diesem Jahr bereits mehr Kapital aufgenommen als im Jahr 2000, während des Dotcom-Booms. Aber das ist noch nicht alles, denn in den USA steht eine weitere ereignisreiche Woche mit 14 geplanten Börsengängen bevor, es sei denn, die Angst vor den Auswirkungen eines möglichen Zahlungsausfalls des chinesischen Immobilienriesen Evergrande veranlasse die Emittenten dazu, ihre Pläne aufzuschieben.

Seit Jahresbeginn werden mehr als die Hälfte der Unternehmen, die den Schritt an die Börse gewagt haben, zu Kursen über den Einführungspreisen gehandelt, mit einer durchschnittlichen Rendite von 13%. So wurden allein im September 10 von 11 IPOs über ihrem Einführungspreis gehandelt, was einer durchschnittlichen Rendite von 55% entspricht. Die vergangene Woche war besonders reich an Börsengängen, die vom Markt alle gut aufgenommen wurden. Zu den Spitzenreitern gehörten das Biotech-Unternehmen Dice Therapeutics (+108%), der Kaffeehändler Dutch Bros Inc. (+124%) und natürlich das kleine Schweizer Sportunternehmen ON Holding (+50%).

Der Börsengang von On war ein Erfolg und lag mit einem Kurs von USD 24 deutlich über der ursprünglichen Preisspanne von USD 18-20. Das Unternehmen konnte somit 610 Millionen US-Dollar aufnehmen, was einer Bewertung von 6,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Der Börsengang ist ein Sprungbrett für den Schweizer Laufschuhhersteller, um international zu expandieren und in technologische Innovation und Nachhaltigkeit zu investieren.

Heute boomt der IPO-Markt: Allein in dieser Woche werden 14 Börsengänge voraussichtlich 5,5 Mrd. US-Dollar einbringen, womit der im Jahr 2000 aufgestellten Rekord von 294 Unternehmen und 100,5 Mrd. US-Dollar in die Nähe rückt. Voraussichtlich werden viele dieser Unternehmen langfristig nicht den erhofften Erfolg bringen, aber die Hoffnung auf ein nächstes GAFAM-Unternehmen bleibt bestehen.

 

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