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USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging MArkets | |
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Letzter Stand | 0.96 | 1.07 | 9'831.49 | 3'050.20 | 11'586.85 | 4'695.44 | 5'935.98 | 3'044.31 | 9'489.87 | 21'877.89 | 930.35 |
Trend | |||||||||||
%YTD | -0.62% | -1.65% | -7.40% | -18.56% | -12.55% | -21.46% | -21.30% | -5.77% | 5.76% | -7.52% | -16.54% |
Der Trend an den Börsen bleibt positiv, wobei in den vergangenen Wochen eine deutliche Erholung der Sektoren und Titel beobachtet werden konnte, die während des Lockdowns eine Underperformance verzeichnet hatten, wie zyklische Industriewerte sowie Tourismus- und Banktitel. Es ist ebenfalls zu einer Rotation des wachstumsbasierten Anlagestils zu einem vermehrten «Value»-orientierten Anlagestil mit einem weniger kräftigen Anstieg der Technologiewerte gekommen. Zwischen Washington und Peking, das die Unternehmen dazu aufgefordert haben soll, den Import von Soja und Schweinefleisch aus den USA einzustellen, wird der Ton wieder aggressiver. Die Anleger kümmert dies wenig, obwohl mit einem Einbruch der Unternehmensgewinne gerechnet werden muss. Das Leitmotiv lautet «don‘t figth the Fed».
Die Börsen sind gut in die neue Woche gestartet, in der zwei Schlüsselfaktoren auf dem Programm stehen: Die Sitzung der EZB am Donnerstag und die Publikation der US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Mai am Freitag. Die Anleger vertrauen darauf, dass das Pandemienotfallkaufprogramm PEPP der Europäischen Zentralbank von ursprünglich 500 Mrd. Euro auf 750 Mrd. Euro aufgestockt und über Dezember 2020 hinaus verlängert wird, wobei die Erlöse aus den fällig gewordenen Titeln reinvestiert werden. In den USA wird für den Monat Mai mit einer Arbeitslosenquote von 19,5% und dem Verlust von 800’000 Stellen gerechnet.
In Europa geben die Einkaufsmanagerindizes für die verarbeitende Industrie Anlass zu Hoffnung auf einen Wiederaufschwung. Sie haben sich im Mai infolge der Aufhebung der Lockdown-Massnahmen gegenüber April deutlich erholt, obwohl die absoluten Zahlen immer noch schwach sind. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone ist auf 39,5 Zähler gestiegen, während derjenige für Italien mit einem kräftigen Anstieg auf 45,4 Punkte für eine positive Überraschung sorgte. In den USA lag der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe bei 43,1 Punkten, während der PMI in China mit 50,7% über die kritische Schwelle anstieg.
Die Europäische Kommission hat ihren Haushaltsplan veröffentlicht. Er soll einen Wiederaufbaufonds im Umfang von 750 Mrd. Euro umfassen, was 5,4% des BIP der EU entspricht. Die Kredite sollen vor allem den Ländern zugute kommen, die sie am dringendsten benötigen. Länder mit einem hohen Ratio Verschuldung/BIP, wie beispielsweise Italien, könnten Zugang zu einer günstigeren Finanzierung erhalten. Sollte dieser Vorschlag von allen 27 Mitgliedstaaten einstimmig angenommen werden, wäre dies ein signifikanter Schritt in Richtung europäische Integration. Es gibt jedoch vier Länder, die sogenannten «sparsamen Vier» (Österreich, Dänemark, Niederlande und Schweden), die höchstwahrscheinlich Änderungen beantragen werden.
In den USA dürfte die Wahlkampagne von Donald Trump durch den verbalen Schlagabtausch mit China sowie die Gewalt und Zerreissproben im Land unterstützt werden. Der Präsident hat Interesse daran, sich unnachgiebig zu zeigen. Gemäss Umfragen haben 68% der Amerikaner eine negative Meinung von China. Gegenüber der Öffentlichkeit hat sich Donald Trump im Zusammenhang mit den Demonstrationen nach dem Tod von George Floyd für Recht und Ordnung und die Intervention des Militärs stark gemacht.
In den letzten beiden Maiwochen haben die zyklischen Werte besser als die defensiven Werte abgeschnitten. Dieser Performanceausweis zeugt von Optimismus an den Märkten, insofern die Anleger konjunkturabhängigere und damit auch riskantere Titel kaufen. Dafür gibt es verschiedene Erklärungen.
Erstens stockt die Europäische Zentralbank ihre Unterstützungs- und Wiederaufbauprogramme immer wieder auf und macht dies auch bekannt. Damit wird die Unsicherheit darüber abgebaut, ob Schulden die Lösung für einen Weg aus der Krise sind.
Zweitens ist Europa praktisch überall auf dem Weg, die Lockdown-Massnahmen abzubauen. Obwohl sich die Massnahmen in den einzelnen Ländern zum Teil erheblich unterschieden haben, wird dadurch allgemein Euphorie erzeugt. Dies gilt auch für die Anleger. Die Aussicht auf ein wieder «normales» Leben bedeutet auch, dass die Wirtschaft wieder in Schwung kommt: Nach zwei Monaten Lockdown tauchen die Konsumenten wieder aus der Versenkung auf. Die Lager werden nach und nach abgebaut, es werden wieder neue Aufträge eingehen und das Geld wird wieder zirkulieren, was auch den Bankvaloren wieder etwas Auftrieb verschaffen sollte.
Obwohl es noch etwas früh ist, um abschätzen zu können, ob die zyklischen Werte am Anfang einer langen Erholungsperiode stehen, illustriert diese Trendwende die Hoffnung der Märkte in die Konsumenten und in die Wirtschaft im Allgemeinen.
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