Anhaltende Ungewissheit
shade

Anhaltende Ungewissheit

Flash boursier vom 20.07.2020

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging MArkets
Letzter Stand0.941.0710'410.523'365.6012'919.615'069.425'935.983'224.7310'503.1922'696.421'055.06
Trend
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
%YTD-3.00%-1.18%-1.94%-10.13%-2.49%-15.20%-21.30%-0.19%17.06%-4.06%-5.35%

 

Haupttrends:

1. US-Banken mit durchzogenen Ergebnissen

2. Keine V-förmige Wirtschaftserholung in China

 

Die gesundheitliche Lage bleibt angespannt. In den USA werden täglich rekordhohe Neuinfektionen verzeichnet, während Indien praktisch 10% der Bevölkerung wieder in den Lockdown geschickt hat. Mit dem bedeutenden Fortschritt des US-Biotech-Unternehmens Moderna bei der Impfstoffentwicklung wurden nun Hoffnungen geweckt, welche die Finanzmärkte stützten. Aber die Verschlechterung der Beziehungen zwischen China und den USA sowie die näher rückenden US-Wahlen beginnen ebenfalls, sich auf die Stimmung der Anleger niederzuschlagen.

Bei der jüngsten EZB-Sitzung gab es keine Überraschungen: Die Negativzinsen blieben unverändert und die Käufe von Staatsanleihen der europäischen Peripherieländer werden fortgesetzt. Dies gilt vor allem für die italienischen BTP (Buoni del Tesoro Poliennali). Christine Lagarde hat die europäischen Staats- und Regierungschefs beschworen, sich rasch auf den ambitiösen Wiederaufbauplan im Umfang von 750 Milliarden Euro zu einigen, mit welchem die am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder unterstützt werden sollen. Der in Brüssel versammelte Europäische Rat ist heute Montag in den vierten Verhandlungstag eingestiegen; eine definitive Einigung konnte noch nicht erzielt werden. Gerüchten zufolge könnte eine Einigung über einen Betrag von 390 Milliarden Euro an Subventionen und 360 Milliarden Euro an tief verzinslichen Krediten zustande kommen.

Die Berichtssaison wird die realen Auswirkungen des Lockdown aufzeigen und lässt darauf schliessen, dass die Regierungen neue Konjunkturmassnahmen anordnen werden. Eröffnet wurde der Zahlenreigen durch die amerikanischen Grossbanken. Im Handelsgeschäft wurden enorme Einnahmen generiert. Während Goldman Sachs einen Gewinn von 2,4 Mrd. USD wie im vergangenen Jahr verzeichnete, schoss der Gewinn von Morgan Stanley um 45% auf 3,2 Mrd. USD in die Höhe. Die Banken mit grossen Kreditportfolios, für Unternehmen und private Haushalte, wurden hingegen durch hohe Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen belastet. So brach der Gewinn der Bank of Amerika, die Rückstellungen in der Höhe von 5,1 Mrd. USD vornehmen musste, um die Hälfte ein.

In der vergangenen Woche wurde eine ganze Reihe kontrastierender Wirtschaftsdaten publiziert. In den USA stieg die Industrieproduktion im Juni um +5,4%, während die Einzelhandelszahlen um +7,5% in die Höhe schnellten. Zwischen dem 5. und dem 11. Juli haben sich 1,3 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, was eine Gesamtzahl von 17,33 Millionen Arbeitslosen ergibt.

Die US-Notenbank Fed wird am 28. und 29. Juli ihre nächste Sitzung abhalten. In ihrem Beige Book signalisiert sie die grosse Ungewissheit über die Entwicklung der Pandemie. Die Wirtschaftstätigkeit liegt nach wie vor weit unter dem Vor-Corona-Niveau, womit der Fokus auf einer akkommodierenden Politik immer noch erforderlich ist.

Das chinesische BIP verzeichnete im zweiten Quartal einen jährlichen Anstieg von +3,2%, während die Konsenserwartung bei 2,5% lag. Enttäuschend fielen hingegen die Einzelhandelsumsätze aus (-1,8% im Juni über ein Jahr, erwartet wurden +0,5%), was darauf schliessen lässt, dass es keine V-förmige Wirtschaftserholung geben wird.

 

Nasdaq trotzt dem Gesetz der Schwerkraft

In einigen Artikeln ist heute von der Bildung einer spekulativen Blase im Nasdaq-100-Index die Rede, der die grössten amerikanischen Technologiewerte umfasst. Dazu gibt es allen Grund, wie die Grafik zeigt, welche die Performance des Nasdaq 100 derjenigen des Russell 2000, dem Index der amerikanischen Small und Mid Caps, gegenüberstellt.

Die orange Linie in der Grafik markiert den historischen Durchschnitt der Ratio Nasdaq100/Russell2000. Die Ratio weicht heute jedoch massiv von diesem Durchschnittswert ab und nähert sich den Niveaus, die vor dem Platzen der Internetblase um das Jahr 2000 verzeichnet wurden.

Eine Trendwende ist nicht zu erkennen, nur die Bewertungsdifferenz nimmt weiter zu. Das Median-P/E des Nasdaq liegt bei 29, dasjenige des Russell 2000 bei 19. Der Nasdaq 100 hat seit Anfang Jahr um praktisch 22% zulegt, während der Russell 2000 mit -11% im Minus liegt. Wie in jedem Titeluniversum wird der Index durch die Schwergewichte gestützt. So liegt die Medianperformance aller Titel des Russell 2000 seit Anfang Jahr sogar bei -22%!

Die Outperformance des Nasdaq 100 gegenüber dem Russell 2000 hat das höchste Niveau seit 20 Jahren erreicht. Der Bogen spannt sich, aber unmöglich vorherzusehen, wann er bricht.

Graph. 1.

 

Flash boursier-download im pdf-format

 

Dieses Dokument dient ausschliesslich zu Informationszwecken. Die Daten stammen aus verlässlichen und aktuellen Quellen. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben wird jedoch keine Gewähr geleistet. Finanzmärkte und Finanzprodukte unterliegen naturgemäss hohen Verlustrisiken, die sich als nicht vereinbar mit der Risikotoleranz des Lesers erweisen können. Aus dem allenfalls in diesem Dokument aufgeführten bisherigen Leistungsausweis kann nicht auf die zukünftige Performance geschlossen werden. Dieses Dokument stellt keine Empfehlung und kein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten für den Leser dar, und es können daher in keinem Fall Haftpflichtansprüche für die Bank daraus abgeleitet werden. Die Bank behält sich gegebenenfalls das Recht vor, von den Empfehlungen in diesem Dokument abzuweichen, insbesondere im Rahmen der Vermögensverwaltungsmandate für ihre Kunden und bei der Verwaltung von bestimmten kollektiven Anlagen. Die Bank ist eine Schweizer Bank, die der Aufsicht und Regulierung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) untersteht. Sie verfügt nicht über die Bewilligung einer ausländischen Aufsichtsbehörde und wird auch von keiner solchen beaufsichtigt. Folglich können der Vertrieb dieses Dokumentes ausserhalb der Schweiz sowie der Verkauf von bestimmten Produkten an Anleger mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz gewissen Beschränkungen oder Verboten gemäss ausländischem Recht unterliegen. Es obliegt dem Leser, sich diesbezüglich über seinen Status zu informieren und die ihn betreffenden Gesetze und Vorschriften einzuhalten. Wir empfehlen Ihnen, sich an ausgewiesene Spezialisten in der Rechts-, Finanz- und Steuerberatung zu wenden, um Ihre Position im Verhältnis zum Inhalt dieser Publikation abzuklären.

Interessieren Sie sich für Finanz- und Wirtschaftsnachrichten ?

Die Bank Bonhôte heisst Sie herzlich willkommen und stellt Ihnen Ihre Finanz-Experten gerne zur Verfügung.

Hier klicken für ein Gespräch

Interessieren Sie sich für Finanz- und Wirtschaftsnachrichten ?

Die Bank Bonhôte heisst Sie herzlich willkommen und stellt Ihnen Ihre Finanz-Experten gerne zur Verfügung.

Hier klicken für ein Gespräch

Interessieren Sie sich für Finanz- und Wirtschaftsnachrichten ?

Die Bank Bonhôte heisst Sie herzlich willkommen und stellt Ihnen Ihre Finanz-Experten gerne zur Verfügung.

Hier klicken für ein Gespräch

Interessieren Sie sich für Finanz- und Wirtschaftsnachrichten ?

Die Bank Bonhôte heisst Sie herzlich willkommen und stellt Ihnen Ihre Finanz-Experten gerne zur Verfügung.

Hier klicken für ein Gespräch

Interessieren Sie sich für Finanz- und Wirtschaftsnachrichten ?

Die Bank Bonhôte heisst Sie herzlich willkommen und stellt Ihnen Ihre Finanz-Experten gerne zur Verfügung.

Hier klicken für ein Gespräch

Interessieren Sie sich für Finanz- und Wirtschaftsnachrichten ?

Die Bank Bonhôte heisst Sie herzlich willkommen und stellt Ihnen Ihre Finanz-Experten gerne zur Verfügung.

Hier klicken für ein Gespräch

Newsletter

Abonnieren Sie unsere Publikationen